| Ersteller | Thema » Beitrag als Abo bestellen |  |
acecafe

Status: Offline Registriert seit: 14.06.2010 Beiträge: 419 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2011 - 11:44 |  |
So jetzt gebe ich mal meinen Senf dazu .
Ich arbeite für Piaggio Vespa Guzzi usw.
Leider sehe ich jeden Tag Qualitätsmängel die durch Kosteneinsparung ausgelöst werden.
ich werde aber trozdem meine Stelvio weiterfahren weil ich Sie mag und gerne ein Aussenseiter bleiben werde .
Ich will keine GS kaufen und fahren .
Jeder Hersteller muss Lehrgeld bezahlen und solange die Schäden noch im Rahmen bleiben geht das in Ordung für mich .
Anfang des Jahres sind viele Aprilia RSV Mille auseinader geflogen weil die Kurbelwelle Schrott war , das war viel Schlimmer . ich kann Leben mit meinem defektem Lagerbock .
Gruss
|
Panzer unregistriert
| Erstellt am 04.12.2011 - 12:00 |  |
hallo acecafe..
da haben wir ja etwas gemeinsam...
wir sind von der MotoGuzzi Stelvio begeistert!
MotoGuzzi muss bestimmt kein Lehrgeld beim
Bau von V2-Motoren mehr bezahlen.Die sollten ausgelernt haben.
Ich will mich aber auch nicht anteilig an dem Lehrgeld beteiligen!
Und wenn sie Qualtätsmängel an den Kunden verkaufen wollen, müssen sie wissen was sie tuen.
Ich will für 14000€ ein zuverlässiges Motorrad
ohne vermeidbare Mängel!
So nach dem Motto: ich wechsel meine Zündkerzen alle
10000km und Du....
Ich wechsel alle 15000km meine Nockenwellen...
DAS WILL ICH NICHT
Ist doch wohl logisch das Verschmutzungen im Oelkreislauf nicht nur die Lagerböcke hinrichten.
Mag sein das der Kostendruck entscheidend sein soll,
bei mir ist Geiz aber nicht Geil.
Bei mir zählt Qualität.Punkt.
in diesem Sinne schönen Sonntag
|
Karl 

Status: Offline Registriert seit: 03.07.2011 Beiträge: 129 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2011 - 12:40 |  |
Hallo, Stelvisti !
Habe mir gestern mal in Ruhe Guert´s Bilder zu Gemüte geführt, und bin im Grunde immer noch sprachlos ! Das derartige Teile in der heutigen Zeit in einem westeuropäischen Motor verbaut werden ist für mich nicht nachvollziehbar. Wären solche nicht fachgerecht besrbeiteten Teile aus dem Motor eines Chinesischen ´Billigimports´ zu Tage gefördert worden, hätten wir alle gelacht und gesagt: ´Ist ja klar, Chinaware !´
Nun könnte man ja noch denken, dass es sich um einen bedauerlichen Einzelfall handelt, und ´Panik´ oder gar ´Stimmungsmache´ gewiss nicht angebracht wären. Die Tatsache, dass eben auch, wie bei Guert, relativ aktuelle Baujahre betroffen sind, und darüber hinaus auch aktuelle Ersatzteile mit den gleichen Schlampereien ausgeliefert werden, widerlegt m.E. die Hoffnung auf ´Einzelfälle´.
Auch wenn ich Guert und Pauldaytona nicht persönlich kenne erwecken deren bisherige Beiträge in verschiedenen Foren auf mich nicht den Eindruck, dass die Beiden mit überzogenen Ansichten oder Urteilen argumentieren. Darüber hinaus kann ich mir nicht vorstellen, dass diejenigen, die jetzt hier so etwas wie ´Panikmache´ befürchten genauso argumentieren würden, wenn deren eigene Maschinen betroffen wären. Mich jedenfalls lassen diese Beispiele nicht kalt. Vermutlich genauso wie Ihr Alle habe ich, besonders als ´Neu-Guzzist´, mir vorher lange überlegt, für welche Marke und welches Modell ich mein Geld ausgebe.
Ich gebe auch gerne zu, entgegen aller über Jahrzehnte und auch auf der Basis sehr negativer eigener Erfahrungen aufgestauten Emotionen ernsthaft über die Anschaffung einer besonders umstrittenen ´Großenduro´ nachgedacht zu haben, deren Ergonomie aufgrund meiner Körpergröße von knapp 2m noch deutlich besser gepasst hätte. Letztlich habe ich aber den Emotionen die entscheidende Priorität eingeräumt, mich für die Stelvio entschieden, und bin noch immer rundherum begeistert von diesem Motorrad !
Allerdings fährt nun doch immer ein Gefühl der Unsicherheit mit, ob und wenn ja, wann´s mich erwischt. Ich denke, das geht jedem von uns so.
Last but not least: Wir haben uns auch preislich für ein Motorrad der Premiumklasse entschieden, ´Kleinserienhersteller´ hin oder her. Da möchte ich dann für mein gutes Geld auch einen akzeptablen Gegenwert erhalten. Den, wie auch eine klare Antwort auf die Eingangsfrage, sehe ich allerdings anhand der o.g. Fakten infrage gestellt.
Was können wir / was kann ich nun tun??? Natürlich zunächst mal weiterfahren und davon ausgehen, dass nichts passiert. (Mit meinen 4.000km kann ich ja quasi noch garnicht mitreden) Ich werde aber die Bilder mal ausdrucken, und gelegentlich bei meinem Händler mal das Thema ansprechen. Bislang stelle ich mir vor und hoffe auf die Kooperationsbereitschaft meines Händlers, dass spätestens bei der 10.000er Inspektion mal Nockenwelle, Stößel etc. sowie die Ölwanne auf vergleichbare ´Vorkommnisse´ kontrolliert werden. Schließlich möchte ich mich nicht nach Ablauf der Garantie über die doch wohl erheblichen Kosten zanken müssen. Mal sehen, was ER dazu sagt.
Darüber hinaus bin ich der Ansicht dass Moto Guzzi gut daran täte, bei Vorlage mehrerer gut dokumentierter Vorkommnisse der hier diskutierten Art (und die scheint es ja mittlerweile über die 08er Serie hinaus zu geben) entweder einen Rückruf - offiziell oder ´still´ im Rahmen der Inspektionen - zwecks individueller Prüfung zu starten, oder die Garantie für die betroffenen Bauteile auf freiwilliger Basis zu verlängern.
Nachsatz: Was ich da bei meinem regelmäßigen ´Kiebitzen´ in einem weiss-blauen Forum lese, ist m.E. auch nicht immer berauschend. Dort wird´s aber meistens sehr sachlich und lakonisch hingenommen, und nur sehr selten als Panikmache interpretiert. Ja, und ich lese auch im Guzzi-Forum von hohen Laufleistungen ohne nennenswerte ´Ereignisse´.
So, das musste ich mal loswerden.
Grüß´ Euch alle und trotzdem 
Karl
Signatur Kommt später ! |
Manfred 

Status: Offline Registriert seit: 06.09.2009 Beiträge: 1100 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2011 - 13:08 |  |
Karl schrieb
...
Allerdings fährt nun doch immer ein Gefühl der Unsicherheit mit, ob und wenn ja, wann´s mich erwischt. Ich denke, das geht jedem von uns so.
...
|
Angst essen Seele auf.
Signatur Ciao
Manfred
Menschen, die mit mir nicht auskommen, müssen eben noch ein wenig an sich arbeiten.
Moto Guzzi - andere bauen nur Motorräder |
pauldaytona

Status: Offline Registriert seit: 06.07.2009 Beiträge: 1510 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2011 - 15:03 |  |
wenn es wirklich ist das die alle kaputlaufen was einige hier furchten, dann kommt Piaggio nicht ohne ein ruckruff aus. End gut, all gut? Bis jetzt war es bei mir nicht teurer.
Signatur Paul,
Daytona 1225, Stelvio model 2008, mit 2011 teilen
 |
Herbert 

Status: Offline Registriert seit: 15.10.2009 Beiträge: 259 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2011 - 18:40 |  |
Tach Gemeinde,
ich finde schon, dass berechtigte und sachliche Kritik an Guzzi in diesem Forum wichtig ist - wer kann denn schon sagen wer hier alles reinschaut.
Für mich ist es wichtig eine gute Guzzi Werkstatt in der Nähe zu haben. Als ich meine NTX mit 12.000 Km zur Inspektion brachte,
ahnte ich nicht ein sofotiges Fahrverbot zu bekommen. Der Ventiltrieb musste wegen Verschleiss komplett erneuert werden.
Das lief alles klasse ab und schaffte noch mehr Vertrauen in die Werkstatt. Ich fahre seit 14 Jahren Guzzi (1000S, Quota 1100ES, Stelvio 1200 NTX) und hatte noch nie eine Panne.
Das war bei den Suzuki und der BMW vorher anders!
Signatur Viele Grüße
Herbert |
migge2 

Status: Offline Registriert seit: 04.06.2009 Beiträge: 230 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2011 - 18:48 |  |
Also Leute
immer die Kirche beim Dorf lassen!
Natürlich ist es wichtig, dass solche Schäden dokumentiert werdenund auch bei Guzzi zur Kenntnis kommen.
Natürlich ist jeder Schaden, zumal aus Schlamperei, eine Frechheit dem Kunden gegenüber.
Außerdem bin ich dankbar für jeden Hinweos, der mir den Schaden selbst oder eine überteuerte Reparatur erspart.
Man muss aber auch sehen, dass es durchaus hohe Laufleistungen ohne Schäden auch bei der Stelvio gibt. Meine läuft seit 30´Km ohne Mucken oder fragt doch mal den UHU.
Nebenbei: Bei Guzzi war die Qualität noch nie so gut, wie heute. Ich hab da einschlägige Erfahrungen.
Seit 1984 fahre ich Guzzi, etwa 20´Km/ Jahr. Dabei hatte ich etliche Defekte. Eines hatte ich aber noch nie - einen Motorschaden.
Bei Allem Blödsinn, der so passieren kann an und mit einer Guzzi, ich war mir immer sicher, dass sie mich nach Haus bringt.
Dieses sichere Gefühl wünsche ich allen, die jetzt in Angst vor irgendwas leben.
In Nürnberg gibt es ein schönes Sprichwort dazu:
Nicht schreien vor den Schlägen!
Angstfreie Grüße
Michael
|
guert 

Status: Offline Registriert seit: 16.04.2011 Beiträge: 123 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2011 - 19:10 |  |
Hallo Stelvio-Fangemeinde,
hab grad mal in Ruhe alles in diesem Beitrag durchgelesen - Fakt: nicht oder schlecht entgratete Ersatzteile, neue Wellen mit den unterschiedlichsten Oberflächenqualitäten, neue Tassenstößel mit rostigen Schäften und scharfkantigen seitlichen Ölbohrungen, z.Teil mit Drehrillen!! von Östreich bis Holland, das ist kein Einzelfall. Will auch nicht das Forum mit noch mehr Bildmaterial belasten. Hat auch mit Panikmache nichts zu tun. Dieses Forum hat mich zusätzlich dazu bewogen, eine Stelvio zu kaufen. Denke, jeder kann auf Anmerkungen aus dem Forum reagieren, lernen oder auch nicht. Bin selbst über Hinweise der anderen sehr froh, denke, ist umgekehrt genauso. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen bei 10.000er Service im Zylinderkopf genauer nachzusehen, bzw in der Ölwanne und wie es um die inneren Filter bestellt ist. Besser einmal zuviel geschaut als zu wenig. Meine ersten ungewöhnlichen Geräusche traten bei 12.000 auf...
Haben nun bei etwas mehr als 16.000 alles zerlegt.
Eines ist sicher: die Stelvio liebt schon beim Starten höhere Temperaturen und generell Drehzahlen über 2.800, untertourig leidet die Schmierung. Bin fast jeden Tag in die Arbeit gefahren, im Herbst sehr oft bei Temperaturen von 2° bis 5° am Morgen -
und wie sie da nach dem Start läuft ist unzumutbar, denn eine halbe Minute quält sie sich rum, kurz vorm Absterben, dann akzeptiert sie erst den vorsichtigen Griff am Gas. Bei dieser Kellerdrehzahl liefert keine Ölpumpe ausreichend Druck, soviel steht fest. Wer für sowas ein Gehör und Gspür hat, leidet echt in dieser Startphase! Drum bekommt mein Mapping auch eine Leerlaufdrehzahl-Anhebung bei Kaltstart.
Vielleicht haben diejenigen, die die Stelvio eher treiben, weniger Probleme, laßt uns mal über den Fahrstil kommunizieren, wäre aus meine Sicht echt interessant...
Grüße Gürt
|
migge2 

Status: Offline Registriert seit: 04.06.2009 Beiträge: 230 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2011 - 20:06 |  |
Servus Quert!
Klar hast Du Recht. Austausch und Info ist alles!
Untertouriges Fahren hat noch keiner Guzzi gut getan.
Man muss kein Heizer sein, aber unter 3000 Touren tut man ihr nichts Gutes, das hab ich schon bei der 4´er Le Mans gelernt und die Motoren sind seither ja nicht langhubiger geworden, außerdem ist die Schwungmasse deutlich geringer geworden.
Drehzahl hat der Guzzi schon immer gut getan - ist halt Gott sei Dank keine BMW.
Gruß und viel Glück
Michael
|
Panzer unregistriert
| Erstellt am 04.12.2011 - 20:26 |  |
@migge..
hallo Michael, dieser Schuß war quer...
ausgerechnet UHU hat den zweiten Motor.
Mit nem kapitalen Kurbelwellenschaden 
hallo Herbert...
super gelaufen..nach 12000km nen neuen Ventiltrieb
und dann zufrieden?
Dann kaufe ich mir lieber nen Bock mit Kette
der hält mit Öler 25000km 
[Dieser Beitrag wurde am 04.12.2011 - 20:31 von Panzer aktualisiert]
|