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WILLIBAER 

Status: Offline Registriert seit: 08.03.2011 Beiträge: 144 Nachricht senden | Erstellt am 11.07.2014 - 18:31 |  |
Servus miteinander,
heute einen kleinen Reisebericht von unserer Tour.
1. Treffpunkt war für 5 Biker aus Köln, Berlin und Mering Gößweinstein. Am nächsten Tag dann alle 5 über den gr. Arber in die CZ nach Delice. Weil wir uns nur Nebenstrassen suchten, dauerte es mal wieder länger und so wurdes es ca. 550 km.
2. Treffpunkt für uns 5 und weitere 3 war dann die Sk mit einem kleinen Ort 13 km westlich von Brezno. Dies liegt in der Nähe des Nationalspark Hohe Tatra und da trieben wir uns 1 woche und ca 3000 km herum.
Danach setzten mein Freund Gerd (1200 GS Bj 13 und ich (Stevio Bj 08) zusammen fort. Ca. 500 km quer durch die SK zum Grenzübergang der UA. Nach dem Frühstück mit einem etwas flauen Gefühl im Magen zur Grenze. aber nach ca. 12-15 Min. und diversen Unterschriften auf Zetteln und Reisepaß war alles gelaufen. Null Problemo und alle waren freundlich, aber bestimmt.
Nachdem wir letztes jahr in den Westkarpaten von RO waren, wollten wir diesmal über die Westkarpaten der UA in die Ostkarpaten von RO. Wir kannten also die Straßen in diesen Regionen. Aber wir wußten nicht, dass die UA noch einiges drauf satteln konnte. Fairerweise muss gesagt werden, dass wir nur max. gelbe Straßen oder meist zweilinige oder einlinige graue/weise Straßen fuhren. Da gibt es dann noch wirklich Schlaglöcher, Dreck, Lehm, Schotter und Afbrüche bis zu 50 cm. Löcher werden mittels einem Stock in der mitte markiert.


Diese Gegend ist sehr einfach von der Bebauung und etwas rustikal. aber die menschen sind unheimlich freundlich und winkten uns überall zu. Je einfacher, desto freundlicher und aber auch glücklich. Mein Freund spricht etwas russisch und trotz der Unterschiede zm Ukrainisch konnten wir uns ganz gut verständigen.
Unterwegs trafen wir einen GS 100 Fahrer mit Metzlerer Tourance Reifen. Er lag öfters auf diesen Wegen neben dem Bike, als ihm lieb war. er war auf unsere Heidenau Scout 60 a bisserl neidisch. ich muss wirklich sagen, ohne diesen Reifen wären viele Strassen beim Regen oder durch wasser von den Wäldern, nicht befahrbar. Lehm und Schotter taten mit dazu bei, dass es manchmal auch nicht spaßig war.
Wer übrigens alte Auto, LKw oder Mopeds sucht, ist in der UA gut aufgehoben. Brauchen die aber auch auf diesen Wegen. In den größeren Städten gibt es auch KIA, Cayenne, Q 3,5,7 usw.


Kirchen werden überall in einem hervorragenden Zustand gehalten oder renoviert. Interessant ist der Weg rechts untem im Bild. Normalzustand.

Wir hatten nicht nur einmal auf 100 km einen Schnitt von 32-35 km/h.
Landschaftlich sind viele Ostländer wirklich toll und bieten fürs Auge viel. Wälder, Auen, Schluchten und Ackerbau genug.


Zimmer zu finden war kein problem. In einer großen Stadt fuhr ein ikrainischer Biker quer mit uns zu einem günstigen Hotel, in den Dörfern Pensionen genug und zu einem Preis wie Sk. Ca. 20-30€ p.P im DZ. Umrechnungsfaktor zum Ukr. Dinar 1:15.
Wir waren immer wieder total erstaunt, wer uns alles ansprach, welche Fragen gestellt wurden und wie kritisch in politischen -Fragen. mehr will ich nicht dazu sagen.
Nach 5 Tagen wieder an die Grenze von UA nach RO. Wiederum kein Problem und jetzt wieder Ley.1:4 läst sich Kopf gut machen.
Essen überall bisher gut und reichlich und zum Preis ein Wiener Schnitzel z.b.mit Beilagen zwischen 3,50 -5,0 €. Bier meist nur 1 €. Egal ob SK, UA, RO.
Nun also 5 tage durch die rumänischen Karpaten.

Straßen kennt ihr nun schon, Landschaft genial und Höhepunkt sind natürlich der Transfogarasch und die Transalpina. Von Pitesti aus geht es die 7 c ca. 104 km hoch und runter. Sehenswert unterwegs der Balea Lac. vorsicht: freilaufende tiere und im Juli kann noch 3 m Schnee sein (z.b. 2013) auserdem war kurz vor uns ein Muränenabgang und wir hatten Glück, das schon geräumt war. Am Wochenende freies Training von Mopeds aus RO, CZ, HR, PO und A. KTM zum Erbrechen.

Dann die Transalpina. Für mich persönlich noch ne Nummer schöner. Weil unter der Woche mit mehr gas, Straße zu 80% neu geteert. Heist aber auch, dass plötzlich 50 m fehlen und Schläglöcher der Ersatz sind, Bäume nach Windbruch in einer Kurve liegen können usw. Aber trotzdem das Grinsen hörte nicht auf.


Jetzt noch schnell den Rest. 1 Tag jeweils durch Serbien und Montenegro (ca. 500km je) nach Kroatien.
Von Dubrovnik die küstenstrasse (Magistrale)gleich um 07.30 in der Früh bis Split und danach die "1" bis zur plitvicer Seenplatte. ein Volltreffer die Strasse.


Die Seenplatte war uns einen Wandertag wert. Am WE brechend voll, aber sonst geht es. Hier war übrigens der "Schatz im silbersee".
Dann über die Berge zum Großglockner, Krimeler Wasserfälle, Gerlospaß, Zillersee und Achenpaß zurück in die Heimat.
Ca. 8000 km ohne Unfall und Chrash. Stelvio hatte keine Probleme (bis auf den Verlust einer sicherung)und die Pläne für die nächsten 3 jahre sind auch schon im Kopf.
Viele Grüsse
Willibaer
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wolfgang

Status: Offline Registriert seit: 01.05.2013 Beiträge: 208 Nachricht senden | Erstellt am 11.07.2014 - 19:46 |  |
wow ... klingt sehr gut!
Da stellt sich mir gleich mal die Frage nach den Reifen. Welche hattest du denn aufgezogen?
Gruß,
Wolfgang
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tomguzzisti 

Status: Offline Registriert seit: 08.11.2012 Beiträge: 111 Nachricht senden | Erstellt am 11.07.2014 - 21:40 |  |
reschpekt Willibär, ne ordentliche Tour 
Besonders interessant für mich, da ich Ende Juli zu einem Kurztrip nach Rumänien mit Ziel Sibiu via Caransebes und Petrosani aufbreche. Vielleicht hast du da noch ein paar Tips.
herzlichst Tom
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hasibutz 

Status: Offline Registriert seit: 18.05.2009 Beiträge: 1645 Nachricht senden | Erstellt am 11.07.2014 - 21:43 |  |
Also ich habe Heidenau Scout K60 gelesen. Kein Problem bei einer 08er.
@ Willi: Klasse Bericht, da wird man neidisch...
Signatur Grüßle
Carsten
Ich bin eine politisch korrekte Signatur! |
wolfgang

Status: Offline Registriert seit: 01.05.2013 Beiträge: 208 Nachricht senden | Erstellt am 11.07.2014 - 22:10 |  |
hasibutz schrieb
Also ich habe Heidenau Scout K60 gelesen. Kein Problem bei einer 08er.
@ Willi: Klasse Bericht, da wird man neidisch...
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ups ... wer lesen kann ist klar im Vorteil! 
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tomguzzisti 

Status: Offline Registriert seit: 08.11.2012 Beiträge: 111 Nachricht senden | Erstellt am 12.07.2014 - 09:24 |  |
Servus Willibär,
Danke für deine Infos. Ich wollte eigentlich auf deine PM direkt antworten, geht aber irgendwie nicht. Nach deiner Beschreibung ist meine Anfahrt also tatsächlich und rein zufällig die Transalpina - das wusste ich bisher nicht. Ich habe also allen Grund mich besonders darauf zu freuen. Sibiu ist das Ziel und dann gehts spassfrei über die Hauptstrassen wieder nach Hause, den Ostteil muss ich ein andermal fahren.
herzlichst Tom
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Herbert 

Status: Offline Registriert seit: 15.10.2009 Beiträge: 259 Nachricht senden | Erstellt am 12.07.2014 - 12:36 |  |
Toller Bericht und Fotos,
aber mal ehrlich - meine Freunde und ich haben doch Bedenken in den Osten zu fahren.
Uns schreckt vieles (Sprache, Grenzen, Rechtsstaatlichkeit usw) ab, was genauer betrachtet wahrscheinlich falsch ist.
In 2015 soll es immerhin ins Risengebirge nach Tschechien und Polen gehen.
Eventuell kommen dann so langsam auf den Geschmack den Osten zu erkunden.
Signatur Viele Grüße
Herbert |
WILLIBAER 

Status: Offline Registriert seit: 08.03.2011 Beiträge: 144 Nachricht senden | Erstellt am 13.07.2014 - 08:22 |  |
Servus Herbert,
ich glaube, dass da zuviel der Kopf dabei ist. Wir waren in den letzten Jahren mehrmals im Osten. CZ, SK ist überhaupt kein Problem. PL, RO, UA wird immmer nach gesagt, dass überall geklaut wird. Uns wird noch nie in diesen Ländern etwas gestohlen, aber in Niederbayern mein Tankrucksack vom Moped. Sagt natürlich auch nichts aus. Was ich meine, wenn ein paar Regeln beachtet werden, dann alles kein Problem:
1. Mopeds in Sichtweite oder bei Besichtigungen bleibt in einer Gruppe jemand am Moped
2.Unterkünfte auch danach aussuchen, dass die Mopeds verschlossen oder versteckt irgendwo stehen
3. an den Grenzen gab es noch nie ein Problem, wenn Höflichkeit und Geduld gezeigt wird.
4. Thema Polizei: in all dieser Zeit hat es nur 1 Polizist versucht. Ich blieb freundlich, aber bestimmt. Verlangte eine Quittung über die Strafe und dann war der Käse gegessen.
5. Menschen sehr hilfsbereit, freundlich und gegenüber Mopedfahrer sehr positiv.
6. Der Hauptpunkt aber: Deutschland ist, was Free WIFI anbelangt, ein Entwicklungsland. In RO, SK, UA hast du in fast jedem Kaff Free WIFI. Tankstellen, Cafes, Bar, Restaurant und nahezu alle Pensionen und Hotel kann das Smartphone als Übersetzer dienen.
Klappt gut, wenn der Wortschatz ausgeht.
Was ich meine: Losfahren, die Erfahrung mitnehmen und nicht zu "Deutsch" denken.
Riesengebirge ist ein guter Anfang und andere Länder grenzen auch an. Smile.
Gruss und schönen Sonntag
willibaer
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Karsten

Status: Offline Registriert seit: 03.07.2010 Beiträge: 54 Nachricht senden | Erstellt am 13.07.2014 - 19:25 |  |
Hi Willi,
schön dass ihr gesund und munter wieder da seid.
Gruss Karsten
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tomguzzisti 

Status: Offline Registriert seit: 08.11.2012 Beiträge: 111 Nachricht senden | Erstellt am 20.08.2014 - 21:37 |  |
Servus Stelvianer,
Also Rumänien ist definitiv Enduroland - es gibt viel zu entdecken in diesem weitgehend abenteuerlichen Land.
Wir sind über Ungarn rein und wollten gleich die Transalpina fahren. Das ging leider nicht, da ab Petrosani alle Strassen wegen Dammbruch gesperrt waren. Es hat an den Vortagen furchtbar geregnet. Also mussten wir umdrehen. Haben es aber am nächsten Tag trotzdem ab Sibiu probiert und - es war saugeil: Wildromantische Landschaft, teilweise nagelneue Strassen und nix los, z. T. aber auch Hardcoreendurofahreb mit Wasserdurchquerungen wegen der Murenabgänge. Den Pass konnten wir leider nicht mehr fahren, ebenso nicht die Transfagarasan. Das werden wir aber sicher nachholen, ebenso den Norden an der Grenze zu Moldawien - dort muss es sehr schön sein.
hrzl Tom
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