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Schwarzes Meer Teil 5
#1
Hallo zusammen,
Am 22.06. nun Grenze GE-RUS. Den Rest der alten Heerstraße bis zur Grenze. Dort Theater, weil unsere Georgische Versicherung am 21.06 23.59 abgelaufen ist. Sollten 30 € Strafe zahlen. Direkt Cash, aber Bank nahm keine Kreditkarten und wir hatten kein Cash mehr. ATM nicht zu finden. Wir auf die Böcke und ab zur RUS Grenze. Dort das übliche Prozedere und nach über 90 min waren wir durch. Jetzt ab über gute russische Straßen, vorbei an verlassenen Industrieanlagen, geniale Felsformationen direkt nach Terskol, am Fuße des 5642m hohen Elbrus. Dort 2 Nächte gebucht, weil wir am nächsten Tag hoch wollten zum Elbrus. Deutsche Bergführerin getroffen und Tips bekommen. Deutsche Mopeds fallen einfach auf. 
Am 23.06 um 0900 pünktlich mit der ersten Gondel hoch auf 3450m. Aber trotz ewiger Wartezeit lies sich der Elbrus nicht sehen. Aber diese Aussicht auf 3-5000er ringsherum war wirklich ergreifend. Aber das Klima macht auch hier nicht halt und es schaut selbst auf 3500 m verheerend aus mit den Gletschern. 
Am nächsten Tag die Bikes gepackt und raus aus dem Tal. Über 100 km zurück mit ehrlich super Aussichten auf die Berge. 
Danach wieder in eine Sackgasse in Richtung Dombay zu den nächsten Bergen mit 5000 m. Dieses Tal machte uns sprachlos. Solche Hügelformationen haben wir noch nirgends gesehen in einem anderen Land. Straßen wieder innteilweise sehr guten Zustand, dass auch mal die Drehzahlen und der Digianzeiger in die Höhe gingen. Rest bleibt ein Geheimnis.  Tongue
Die nächsten 2 Tage ging es immer wieder durchs Gebirge am Nordrand des Kaukasus, dann vorbei weiträumig von Sotchi. Da merkte man deutlich, dass viel Geld investiert worden ist, damit der Verkehr läuft. Gelandet in Tuapse, direkt an der Küste nördlich von Sotchi. Da befinden sich bis Anapa die meist besuchtesten Strände auf russischer Seite am Schwarzen Meer. 
Hallo Karsten, jetzt kommt das spannendste unserer Reise, die Krim. Da hattest du Recht.
Wir hatten etwas Bammel davor. Wir wußten nicht, ob Kontrollen mit Eintragungen in den Reisepaß von Ausländern statt finden. Damit wäre eine Ausreise nach UA nicht mehr mehr. Die Ukraine sieht den Besuch der Krim als unerlaubtes Betreten ihres Hoheitsgebietes und da steht Knast drauf. Hätten da nur 2 Möglichkeiten gehabt.
1. Alles Zurückmüber Georgien und Türkei
2. Riesen Unweg über das Baltikum.
Aber alles easy. Auf der Brücke kleine Verkehrskontrolle und sonst nichts. Die Brücke über die Straße von Kerch ist ein gigantisches Bauwerk. 5,5 km lang auf Pfeilern über das Schwarze Meer und dann die Brücke für die Schiffe. 
Überhaupt haben wir nur gestaunt. Von Kerch quer durch die komplette Krim ein absoluter Bauwahn von Straßen. 300 km wird von Kerch bis Sewastopol 7 Tage mit einem enormen Aufwand an Maschinen und Menschen gearbeitet. 
Nach 100 km in Sudak in ein Hotel und jetzt der Hammer. Keine Akzeptanz von ausländischen Kreditkarten, EC-Karten. Das waren die Auswirkungen der US-Sanktionen. Ich hatte noch soviel Cash, dass wir das Hotel, Essen und am nächsten die Tankstelle bezahlen konnten. Auch ATM, Geldautomat wurden sanktioniert. Was blieb übrig, zurück quasi ans Festland. Weit überm100 km und das war es mit der Krim. Am nächsten der Entschluß: Mit uns nicht. ATM auf russischer Seit geknackt, Bargeld gehortet und wieder zur Krim. 
Sewastopol den Hafen angesehen, kurz davor ein Museum besucht, das an den Krimkrieg gedenkt. Leider konnten wir den deutschen Soldatenfriedhof nicht besuchen. 
Dort 3 tolle Tage in einer phantastischen Landschaft mit mehr oder weniger guten Bergstraßen verbracht. Die Küstenstraße komplett zurück. Strände teilweise mit gelben Sand oder mit kleinen, feinen Steinen. Nicht so wie an der Ostsee sehr breite Strände, aber auf über 150 km findet jeder seinen Platz. Auch da wird unheimlich viel in den Tourismus investiert. Krim ist äußerst beliebt zum Urlaub machen und Baden. 
Heute, am 02.07 nun zurück von der Krim. Sind noch etwa 500 km zur Grenze nach Ukraine. Umfahren morgen das Seperatistengebiet um Rostov am Don. 
Dann gemütlich und langsam in Richtung Heimat. Bis jetzt über 11500 km ohne große Probleme. 
Nächster bzw letzter Beitrag von zuhause dann. 
Lieben Gruß vom Willibaer
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#2
Hallo Willi, schöner Bericht, ich hoffe Du bringst wieder viele Bilder mit, sofern die Kamera wieder funktioniert.
Weiterhin allzeit gute Fahrt und Spaß.

Viele Grüße von Gesa & Holger
Guzz on!
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#3
Hallo Willi,

toller Bericht freuen uns schon auf die Bilder, und die lange Ausführung des Reiseberichtes. Gute Heimreise und alles Gute wünschen Thomas und Jana
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